FACER 4.0, der neue Watchface-Generator ist online

Die smarten Uhren mit Display haben mit ihrer aktuellen Gerätegeneration erheblich an Attraktivität gewonnen. Die Verkaufszahlen für 2017 zeigen, auch in Deutschland, steil (+27%) nach oben. Allein Apple verzeichnet einen Zuwachs von mehr als 50% gegenüber dem Vorjahr und wird, extrapoliert man die Zahlen bis zum Jahresende, zum größten, weil umsatzstärksten Uhrenhersteller der Welt aufsteigen und damit erstmals den langjährigen Platzhirsch Rolex hinter sich lassen.

Was sind die Gründe dafür? Die Technik wird immer weiter perfektioniert, die Anwendungsgebiete erweitert und vor allem die Displays abermals eine Klasse besser.

Sieht man sich die aktuellen Modelle von Asus oder Huawei an, die wir auf der gerade zu Ende gegangenen IFA 2017 in Berlin begutachten konnten, so können wir deren Displays nur allerhöchstes Lob zollen. Eine ungemein kontrastreiche und filigrane Auflösung, selbst kleinster Details. Aber auch Samsung, oder die Modelle von Fossil, spielen in dieser Disziplin ganz vorne mit. Und die Apple Watch? Apple war von Anbeginn an einer der Spitzenreiter in Sachen Display.

Im Bild: Asus ZenWatch 3 mit AMOLED Display, 400x400px / 287 ppi

Wie hinlänglich bekannt, hat Yvan Arpa, der querdenkende Designprofi aus Genf, beim Styling für die aktuelle Samsung Gear S3 maßgeblich mitgewirkt. Das war insofern bemerkenswert, als Samsung den Anspruch formuliert hatte, mit der Gear S3 eine Smartwatch zu schaffen, die mehr einer Uhr gleicht, denn einem elektronischen Gadget.

Und was gehört zu einer richtigen Uhr? Natürlich ein schön anzusehendes Zifferblatt. Die gerade eben beschriebene neue Generation hochauflösender Displays bringt nun die besten Voraussetzungen mit, Zifferblattdesigns unterschiedlichster Ausprägung, so naturgetreu wie möglich, darzustellen. So wie die Hersteller hochwertiger TV-Geräte, zusammen mit den Displayherstellern, ständig daran arbeiten, die Bildqualität wieder ein Stück zu verbessern, so kommen diese Verbesserungen der Technologie auch den smarten Uhren zugute.

Dies hat die Firma Little-Labs aus Venice, Kalifornien, auf den Plan gerufen, die Design-Software FACER zu entwickeln und zu vermarkten. Mit dieser als Smartphone-App verfügbaren Software kann nun jeder, der eine Apple Watch, eine Android Wear Smartwatch, aber auch eine Samsung Gear sein Eigen nennt, Wunschzifferblätter nicht nur selbst erstellen, sondern aus einer Bibliothek von rund mittlerweile rund 30.000 Watchfaces auswählen.

Viele davon sind frei, andere lassen sich gegen eine Gebühr aus dem Apple App Store, Play Store oder dem Samsung Galaxy Store herunterladen.

Das Neue in der nun vorgestellten Version FACER 4.0 ist, dass nun auch Hersteller traditioneller Uhren auf den Zug aufspringen, Zifferblätter ihrer beliebtesten Uhren zu digitalisieren und zumeist gegen Gebühr zum Download bereit zu halten. Dazu zählen beispielsweise Maurice-Lacroix, ArtyA, oder auch der deutsche Uhrenhersteller Waldhoff.

Der Grund liegt darin, dass, gemäß einer Auswertung von Little-Labs, die Mehrzahl der Träger einer hochwertigen Smartwatch auch mindestens eine hochwertige mechanische Uhr besitzen. Was liegt also näher, als das Zifferblatt seiner sonst gewohnten Uhr, die jetzt, Smartwatch sei Dank, mehr Schonung erfährt, und beim Sport oder sonstigen Outdooraktivitäten nun öfter einmal zu Hause bleiben darf, auf die elektronische Uhr zu laden.

Ein durchaus nicht uninteressantes Geschäftsmodell, wie wir meinen. Auch Yvan Arpa, der Designer der Samsung Gear S3, bietet einige seiner eigenen, unter der Marke ArtyA, erscheinenden Kreationen zum Download an.

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