Apple bleibt der führende Anbieter bei Wearables

Laut den unlängst vom Marktforschungsinstitut Canalys veröffentlichten Daten von Q1/2018 stiegen die Auslieferungen von Wearables (Smartwatches & Fitnesstracker) im Vergleich zum Vorjahr um 35%. Das übertrifft die Erwartungen (+20%) der Analysten bei weitem. Der Anteil von Apple war mit 3,8 Millionen am höchsten, was maßgeblich auf die Apple Watch Series 3 sowie die Einführung von LTE zurückzuführen war.

Die chinesische Firma Xiaomi landet auf Platz zwei, ganz knapp hinter Apple und lieferte in diesem Zeitraum 3,7 Millionen Wearables aus. 90% entfielen dabei auf die sehr erfolgreichen Fitnessbänder der Mi-Band Serie. Im Bereich von Smartwatches spielt Xiaomi bislang noch keine große Rolle, was sich aber rasch ändern könnte.

Sowohl Apple als auch Xiaomi hielten im ersten Quartal jeweils 18% Marktanteil. Die anderen drei in der Top-Five-Liste, mit einem gemischten Portfolio aus Fitness-Wearables und Smartwatches, waren Fitbit, Garmin und Huawei, mit einem Marktanteil von 11%, 7% bzw. 6%.

Apple Watch schnappt sich den Löwenanteil

Per Bericht tragen Smartwatches mittlerweile 80% zum Gesamtumsatz bei Wearables bei und machen 43% der Stückzahlen aus. Einfache Fitnesstracker, mit einem Marktanteil von immerhin noch 57%, machen aber nur noch 20% des Umsatzes aus.

Fokussiert man die Betrachtung ausschließlich auf die Kategorie der Smartwatches, so beherrscht Apple mit 59% den Markt. Bemerkenswert ist aber auch der Erfolg von Garmin. Das Unternehmen konnte bei Smartwatches als Zweitplatzierter hinter Apple rund 1 Mio. Geräte ausliefern. Bei Fitbit liegt der Lieferanteil von Smartwatches bei 24%.

In Bezug auf den Umsatz ist Apple mit großem Abstand der klare Gewinner; der höherpreisigen Apple Watch sei es gedankt. Apple manifestiert damit seine Position als weltweit größter Uhrenhersteller.

Viel Raum für weiteres Wachstum

Die Apple Watch verzeichnete in Q1/2018 ein solides zweistelliges Wachstum im Vergleich zum Vorjahr. Der CEO von Apple, Tim Cook, äußerte sich, dass das Wearables-Geschäft bei Apple mittlerweile fast die Größe eines Fortune-300-Unternehmens einnimmt.

Die Beliebtheit der Apple Watch nimmt auch bei Teenagern immer weiter zu, was durch die kürzlich erschienene Studie „Taking Stock with Teens“ von Piper Jaffray bestätigt wird. Laut einer Umfrage ist die Apple Watch die beliebteste Smartwatch unter Jugendlichen. So besitzt die überwiegende Zahl jener, die eine Smartwatch ihr Eigen nennen, eine Apple Watch. Die Samsung Gear als zweitplatziertes Modell folgt erst mit großem Abstand.

Apple wird, Berichten zufolge, im dritten Quartal 2018 die Watch Series 4 vorstellen. Die Spekulationen darüber laufen bereits heiß. Das Display soll vergrößert werden, trendiges Design, verbesserte Sensoren für die Gesundheitsüberwachung und eine längere Akkulaufzeit sind im Gespräch. Außerdem wird ein Preisrückgang bei den bisherigen Modellen erwartet.

Laut Schätzungen sollen bis zum Jahresende 2018 rund 22-24 Millionen Einheiten der Apple Watch verkauft werden, was einem Wachstum von fast 30% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Analysten erwarten, dass der Umsatz langfristig auf rund 50 Mio. Einheiten im Jahr ansteigen könnte.

Und was ist mit Google?

Die Pole-Position von Apple könnte durch ein neues Angebot von Google ernsthafte Konkurrenz erhalten. Es wird gemunkelt, dass es beim Hardware-Event im Oktober 2018 eine Pixel-Smartwatch geben könnte; und der Halbleitergigant Qualcomm hat unlängst bestätigt, dass es in Kürze einen neuen hocheffizienten Chipsatz (Snapdragon Wear 3100) für Google´s WearOS geben wird.

Dieser Chipsatz soll völlig neue Möglichkeiten eröffnen. Das ist auch mit ein Grund für die Umbenennung des Betriebssystems von ursprünglich Android Wear in WearOS.
Dadurch soll den Kunden signalisiert werden, dass das neue Google Betriebssystem für Wearables für alle Smartphones  (also auch iPhone) und nicht nur für Android-Nutzer geeignet ist. Speziell i.V. mit dem iPhone soll sich die Funktionalität ganz erheblich verbessern.

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