Neu von Xiaomi: MI-Band 3

Alle guten Dinge sind Drei. Das gilt auch für das extrem erfolgreiche MI-Band von Xiaomi. Nach dem MI-Band 1 ohne Display, dem MI-Band 2 mit kleinem monochromen Display kommt nun das MI-Band 3 auf den Markt.

Wer auf eine Sensation gewartet hat, sieht sich enttäuscht. Aber was gut und sehr erfolgreich war, bedarf weniger einer Revolution, denn mehr einer Evolution. Und genau an dieser Stelle hat Xiaomi wieder ganze Arbeit geleistet.

Das Mi-Band 3 knüpft nahtlos an die positiven Merkmale seines Vorgängers an und verfeinert diese weiter.

Das weiterhin einfarbige OLED Display ist jetzt aber fast doppelt so groß wie beim Vorgänger und misst nun 0,78 Zoll. Die Auflösung beträgt 128 zu 80 Pixeln. Die berührungssensitive Fläche unter dem Display ist geblieben, zusätzlich lässt sich das Display jetzt aber auch direkt über Gesten steuern.

Die fest verbaute Lithium-Ionen-Zelle weist eine stattliche Kapazität von 110 mAh auf. Damit soll das Mi Band 3 bis zu 20 Tage lang ohne Ladung auskommen. Das ist, wie schon bei den Vorgängermodellen, ein enormer Wettbewerbsvorteil, schaffen andere doch oftmals nur wenige Tage.

Um diese Werte unter allen Betriebsbedingungen zu erreichen, verbaut Xiaomi keinen GPS-Sensor: Die Pulsmessung ist auch nicht kontinuierlich, sondern muss vom Nutzer manuell aktiviert werden. Wird hingegen ein Trainings-Modus gestartet, ist die Pulsmessung für die Dauer des Trainings aktiv, verbraucht dann aber auch mehr Energie.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Wasserdichtigkeit bis 50 m. So kann der Fitnesstracker nun erstmalig auch mit ins Wasser. Ob spezielle Algorithmen zur Erfassung von Schwimmtrainings zur Verfügung stehen, war bis zur Stunde noch nicht zu erfahren.

Bei der Anzeige von Nachrichten gibt ebenfalls einige Neuerungen. Anrufe auf dem Smartphone werden nicht mehr nur per Symbol und Vibrationsalarm übermittelt, beim Mi-Band 3 wird der Anrufer erstmalig im Klartext angezeigt. Zudem kann per Wischgeste das Gespräch angenommen oder abgelehnt werden.

Für den chinesischen Markt bietet Xiaomi das Mi Band 3 für einen minimalen Mehrpreis von lediglich 3 US$ auch mit integriertem NFC-Chip an. Damit ist dann kontaktloses Bezahlen über den Xiaomi-eigenen Bezahldienst „Mi-Pay“ möglich. Eine Verwendung dieser Funktion in Europa wird aber wohl nicht zu erwarten sein.

Hinsichtlich der Preisgestaltung übt sich Xiaomi weiterhin in Zurückhaltung. In China sollen umgerechnet rund 30 US$ fällig werden. Damit ist das neue Fitnessband nur geringfügig teurer wie sein enorm erfolgreicher Vorgänger. Dem hat der Wettbewerb wenig entgegenzusetzen. Der weitere Erfolg dürfte also garantiert sein.

Ausgeliefert werden die ersten Exemplare ab sofort.

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