electronica 2018: Connecting everything – smart, safe & secure

Das Motto „Connecting everything – smart, safe & secure“ der in Kürze ihre Pforten öffnenden weltgrößten Messe für Elektronik, die  e l e c t r o n i c a  2018  ist vielversprechend und anspruchsvoll zugleich.

Die electronica ist Trendbarometer und Indikator zugleich, für alle zukünftigen Produkte und öffnet vom 13. – 16. November 2018 auf der Messe München wieder ihre Pforten.

Schwerpunkte

Die Themeschwerpunkte und Highlights in diesem Jahr werden sein:

  • Automotive
  • Cyber Security
  • Embedded Systeme und Sensorik
  • Medical Electronics / HealthCare
  • Internet of Things (IoT, Smart Industry, Smart Factory)+
  • Smart Grid / Smart Energy
  • Artificial Intelligence

Von besonderem Interesse für uns werden dabei die rasanten Entwicklungen auf dem Gebiet von E-Health und Wearables sein, denen in diesem Jahr ein eigenes Forum gewidmet wird.

Die Messe wird ohnehin eine Veranstaltung der Superlative.

Erstmals in ihrer erfolgreichen Geschichte belegen mehr als 3.000 Aussteller auf der electronica insgesamt 17 Hallen mit einer Gesamtfläche von 182.000 m², was einem Zuwachs von 28 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Dies führte auch zu einer kompletten Neuordnung der einzelnen Ausstellungssegmente.

Neu ist die sog. electronica Experience in Halle, C6 mit Fokus auf den Erlebnisfaktor sowie Karrieremöglichkeiten und den dringend benötigten Nachwuchs in der Elektronikbranche.

Neu ist ebenfalls die gleichzeitige Ausrichtung von vier Konferenzen sowie 16 Foren, die unterschiedlichste Fachgebiete adressieren.

Trend-Index

Über den Erfolg einer Messe entscheidet aber nicht nur der Veranstalter und die Aussteller, sondern in ganz erheblichem Maße auch der Markt.

Um an dieser Stelle mehr Transparenz zu bekommen, richtet die electronica nun bereits zum zweiten Mal den electronica Trend-Index aus. Dazu wurden 7.000 Teilnehmer in insgesamt 7 Ländern (China, Japan, USA, Deutschland, Italien, Frankreich, GB) befragt.

Eine wesentliche Fragestellung befasste sich mit dem sog. „Internet der Stimme“. Der Trend, Befehle mittels Spracheingabe an elektronische Geräte zu übermitteln setzt sich immer weiter fort. Die bekanntesten Vertreter sind Alexa von Amazon, Siri von Apple und Ok Google.

Wie sich der Grafik entnehmen lässt, findet dieser Trend weltweit einen hohen Zuspruch, mit seiner höchsten Akzeptanzquote in China.

Geht es um Fragen zur Mobilität und hierbei speziell um das automatisierte Fahren, so ist die Akzeptanz in Deutschland am geringsten, in China mit Abstand am höchsten.

Werden die Teilnehmer nach ihrer Einstellung und Einschätzung zu Themen befragt, die die elektronische Erfassung und Auswertung von Vital- und Gesundheitsdaten betreffen, so ist auch hier die Akzeptanz in China wieder am höchsten, gefolgt von Italien.

Auch an dieser Stelle bleibt der deutsche Konsument eher konservativ und zurückhaltend.

Das hat möglicherweise auch damit zu tun, dass dem Deutschen das Thema Sicherheit und hier insbesondere die Datensicherheit ein großes Anliegen ist.

Wie der Grafik zu entnehmen ist, liegt das Thema Datensicherheit jedoch nicht nur dem deutschen Anwender am Herzen, sondern ist weltweit ein Top-Thema.

Werden die Probanten nach ihrer Einstellung zu Smart Home und hier im speziellen zu Robotik befragt, so überraschen die Antworten erneut.

Der deutsche Haushalt steht den kleinen Helferchen, sei es beispielsweise der Mäh- oder Saugroboter oder auch ein automatischer Fensterputzer, vergleichsweise skeptisch gegenüber. Auch an dieser Stelle ist – wen überrascht es – China wieder führend.

Werfen wir einen letzten Blick auf die smarte Stadt mit einem elektrifizierten Mobilitätsangebot, so stellen wir fest, dass auch hier China, aber an zweiter Stelle auch Italien, eine hohe Affinität zeigen.

Schlußfolgerung:

Fassen wir zusammen und halten fest, dass das Interesse am digitalen Wandel in China besonders ausgeprägt ist. In Europa sticht Italien hervor, Deutschland fällt eher durch Zurückhaltung auf.

Das muss nichts Schlechtes heißen, bedeutet jedoch, dass die Zugpferde für Innovationen möglicherweise immer weniger in Deutschland zu finden sind.

Diese Einschätzung korrespondiert mit Zahlen vom ZVEI wonach bis 2030 in der deutschen, stark vom Mittelstand geprägten Elektro- und Elektronikindustrie rund 100.000 Fachkräfte fehlen werden. Stellt man dem gegenüber fest, dass derzeit jährlich nur noch rund 9.000 Ingenieure der Elektro- und Informationstechnik die Hochschulen – Tendenz weiter fallend – verlassen, der tatsächliche Bedarf jedoch fast doppelt so hoch ist, dann sollten wir eigentlich wissen, in welches Problem der Standort Deutschland hineinläuft und was zu tun ist.

Die electronica 2018 leistet mit ihren Programmen zur Nachwuchsförderung dazu wieder einen wichtigen Beitrag.

LINKS:

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