Neu von Xiaomi: Mi-Band 3

Xiaomi hat es im weiter stark expandierenden Umfeld der Wearables im 3. Quartal 2018 erstmals geschafft, sich im Ranking der meistverkauften Einheiten unmittelbar vor Apple auf dem ersten Platz zu positionieren. Dieser Erfolg ist maßgeblich dem millionenfach verkauften MI-Band 2 und dem seit kurzem erhältlichen Nachfolger, dem MI-Band 3 zu verdanken.

Wer beim MI-Band 3 irgendeine Sensation erwartet hat, sieht sich enttäuscht. Aber was bereits gut und sehr erfolgreich ist, bedarf weniger einer Revolution, denn viel mehr einer Evolution. Und genau an dieser Stelle hat Xiaomi hervorragende Arbeit geleistet. Das Mi-Band 3 knüpft nahtlos an die positiven Merkmale seines Vorgängers an und verfeinert diese weiter.

Das weiterhin einfarbige OLED Display ist jetzt fast doppelt so groß wie beim Vorgänger und misst nun 0,78 Zoll. Die Auflösung liegt bei 128 x 80 Pixeln. Die berührungssensitive Fläche unter dem Display ist geblieben, zusätzlich lässt sich das Display jetzt aber auch direkt über Gesten steuern.

Die fest verbaute Lithium-Ionen-Zelle weist die stattliche Kapazität von 110 mAh auf. Damit soll das Mi Band 3 bis zu 20 Tage lang ohne Ladung auskommen. Das ist nach wie vor ein klares Differenzierungsmerkmal zum Wettbewerb, schaffen andere doch oftmals nur wenige Tage.

Um diese Werte unter allen Betriebsbedingungen zu erreichen, verbaut Xiaomi keinen GPS-Sensor: Die Pulsmessung ist auch nicht kontinuierlich, sondern muss vom Nutzer manuell aktiviert werden. Wird hingegen der Trainings-Modus gestartet, ist die Pulsmessung für die Dauer des Trainings aktiv, verbraucht dann aber auch mehr Energie.

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zum Vorgängermodell ist die Wasserdichtigkeit bis 50m. So kann der Fitnesstracker nun erstmalig auch mit ins Wasser.

Bei der Anzeige von Nachrichten gibt es ebenfalls einige Neuerungen. Anrufe auf dem Smartphone werden nun nicht mehr nur per Symbol und Vibrationsalarm übermittelt, beim MI-Band 3 wird der Anrufer nun auch im Klartext angezeigt. Zudem kann per Wischgeste das Gespräch angenommen oder abgelehnt werden.

Für den chinesischen Markt ist zudem eine Variante mit integriertem NFC-Chip verfügbar. Damit ist kontaktloses Bezahlen über den Xiaomi-eigenen Bezahldienst MI-Pay möglich. Eine Verwendung dieser Funktion in Europa wird wohl eher nicht zu erwarten sein.

Hinsichtlich der Preisgestaltung übt sich Xiaomi auch weiterhin in Zurückhaltung. In China werden umgerechnet rund 30 US$ fällig. Damit ist das neue Fitnessband nur geringfügig teurer wie sein enorm erfolgreicher Vorgänger. Der Wettbewerb hat da wenig entgegenzusetzen.

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